Remote ID

Dieser Blog wird Ihr von Drone Class präsentiert, Ihrem Drohnentrainer für das Fliegen in der offenen und speziellen Kategorie.

Seit 2024 ist es für die meisten Drohnen vorgeschrieben, über Remote ID eine Betreibernummer zu senden. Dieses System ermöglicht die Fernidentifizierung von Drohnen und spielt eine immer größere Rolle bei der Durchsetzung der Drohnenvorschriften. Im Jahr 2026 werden die Vorschriften weiter verschärft und aktiver durchgesetzt. In diesem Blog erklären wir Ihnen, was Remote ID genau ist, wann sie vorgeschrieben ist, wie Sie sie einrichten und was sich 2026 ändert.

Was ist Remote-ID?

Remote-ID ist ein System zur Fernidentifizierung. Man kann es mit einem digitalen Kennzeichen für Ihre Drohne vergleichen. Während des Fluges sendet die Drohne kontinuierlich Daten über WLAN oder Bluetooth aus, die von den Vollzugsbehörden mit einer App empfangen werden können. Die Remote-ID-Pflicht ist in den europäischen Drohnenvorschriften verankert.

Während des Fluges sendet die Drohne Daten und die Betreibernummer aus, die von den Vollzugsbehörden mit einer App empfangen werden können.

Remote ID Daten

Welche Daten sendet Remote-ID aus?

Remote-ID sendet während des Fluges folgende Informationen:

  • Die Betreibernummer des Drohnenpiloten (Ihre RDW-Registrierungsnummer)
  • Die Seriennummer der Drohne
  • Den Standort des Controllers oder den Startpunkt
  • Die Geschwindigkeit und Flugrichtung der Drohne

Wichtig: Remote-ID übermittelt niemals persönliche Daten wie Name, Adresse oder Telefonnummer des Piloten. Nur Vollzugsbehörden können anhand der Betreibernummer herausfinden, wer der Pilot ist.

Wann ist Remote-ID vorgeschrieben?

Ob Sie Remote-ID senden müssen, hängt vom Cx-Label Ihrer Drohne und der Kategorie ab, in der Sie fliegen. Nachstehend finden Sie eine vollständige Übersicht.

Cx-Label

Unterkategorie

Remote-ID

C0

A1

Nicht erforderlich

C1

A1

Obligatorisch

C2

A2

Obligatorisch

C2, C3, C4

A3

Obligatorisch

Drohnen ohne Remote-ID-Pflicht:

  • Drohnen ohne Cx-Label* und Eigenbauten in der Unterkategorie A3
  • Alle Drohnen unter 250 Gramm* in der Unterkategorie A1
  • Spielzeugdrohnen

* Vom Hersteller vor dem 1. Januar 2024 in der EU auf den Markt gebracht.

Wie richte ich Remote ID auf einer Drohne ein?

Drohnen mit Cx-Label unterstützen Remote ID. Sie müssen lediglich die Betreibernummer in den Einstellungen eingeben. Die Drohne sendet automatisch Remote ID aus, sobald Sie fliegen.

Remote ID auf einer DJI-Drohne einrichten

Mit diesen Schritten können Sie Ihre Betreibernummer auf einer DJI-Drohne einrichten:

  • Schalten Sie die Fernsteuerung ein
  • Navigieren Sie zum Einstellungsmenü und klicken Sie auf die drei Punkte oben rechts auf dem Bildschirm der Fernsteuerung
  • Gehen Sie im Einstellungsmenü zu „Safety“
  • Scrollen Sie nach unten zur Option „UAS Remote Identification“
  • Öffnen Sie „UAS Remote Identification“ und geben Sie Ihre Betreibernummer in das Eingabefeld ein

Die Betreibernummer muss vollständig eingegeben werden, einschließlich der letzten drei Ziffern.

Benötige ich eine Remote-ID in der spezifischen Kategorie?

Wenn Sie in der speziellen Kategorie operieren, muss die Drohne stets eine Remote-ID senden. Dies ist verpflichtend, auch für Drohnen ohne Cx-Label. Viele Drohnen ohne Cx-Kennzeichnung unterstützen jedoch die Übertragung von Remote-ID nicht. Wenn Ihre Drohne dies nicht unterstützt, müssen Sie ein Remote-ID-Add-on auf der Drohne installieren. Dieses externe Modul sorgt dafür, dass die Betreibernummer übertragen wird.

Was ist, wenn meine Drohne keine integrierte Remote-ID hat?

Fliegen Sie in der spezifischen Kategorie mit einer Drohne ohne integrierte Remote-ID? Dann müssen Sie ein externes Remote-ID-Zusatzmodul installieren. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, das Sie an der Drohne befestigen und das die Betreibernummer sendet.

Beliebte Remote-ID-Zusatzmodule:

  • Dronetag Beacon (Gen.2) – Ein kompaktes Modul von nur 16 Gramm mit eigenem Akku (bis zu 16 Stunden) und GPS-Empfänger. Einfach mit Klettverschluss zu befestigen.
  • Dronetag BS – Ein Einbaumodul von nur 3 Gramm, speziell für FPV-Drohnen entwickelt. Verfügt über eine eigene GPS-Antenne und ist kleiner als eine Briefmarke.
  • Dronetag DRI – Das kleinste Modul (1,5 Gramm), EASA-konform, ab ca. 49 €.

Ein separates Zusatzmodul ist auch praktisch für diejenigen, die mehrere Drohnen besitzen. Sie können das Modul zwischen den Geräten austauschen.

Was ändert sich im Jahr 2026?

Im Jahr 2026 gibt es einige wichtige Entwicklungen rund um Remote ID:

Aktivere Durchsetzung. Die Polizei und die ILT (Inspectie Leefomgeving en Transport) kontrollieren immer häufiger, ob Drohnenpiloten Remote ID senden. Die vorübergehende Ausnahmeregelung aus dem Jahr 2024 ist abgelaufen.

Mehr Drohnen mit Cx-Label verfügbar. Die EASA hat inzwischen 66 Drohnen mit einem Cx-Label offiziell zugelassen, davon 26 von DJI. Dadurch verbreitet sich Remote ID immer weiter.

Vorschlag: Remote ID ab 100 Gramm. Die Europäische Kommission arbeitet an einem Drohnen-Sicherheitspaket, das Remote ID für alle Drohnen über 100 Gramm (derzeit 250 Gramm) verbindlich vorschreiben soll. Die EASA bereitet einen Vorschlag vor, dessen Verabschiedung für das 3. Quartal 2026 erwartet wird.

Neue Flugverbotszonen und Änderungen an CTRs. Mit der teilweisen Öffnung von CTRs in der Nähe von Flughäfen gewinnt Remote ID für die Flugsicherung zusätzlich an Bedeutung.

Was sind die Folgen, wenn ich ohne Remote ID fliege?

Das Fliegen ohne Remote ID, obwohl diese vorgeschrieben ist, stellt einen Verstoß gegen die europäischen Drohnenvorschriften dar. Die Bußgelder für Drohnenverstöße in den Niederlanden variieren zwischen 250 € und 8.700 €, je nach Schwere und Anzahl der Verstöße. Die Polizei und die ILT sind zur Durchsetzung dieser Vorschriften befugt und werden dies im Jahr 2026 aktiver als bisher tun.

Häufig gestellte Fragen zu Remote-ID

Wie erhalte ich eine Betreibernummer?

Registrieren Sie sich als Betreiber beim RDW. Dies ist für alle Drohnen verpflichtend. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Betreibernummer, die Sie eingeben können.

Was ist der Unterschied zwischen der Betreibernummer und Remote-ID?

Die Betreibernummer muss physisch an der Drohne angebracht werden (Aufkleber oder Plakette). Remote-ID ist das System, das die Betreibernummer von Ihrer Drohne aus sendet.

Benötigt meine Drohne unter 250 Gramm eine Remote-ID?

In der offenen Kategorie nicht. Drohnen unter 250 Gramm sind von der Remote-ID-Pflicht befreit. Sie benötigen eine Betreibernummer , wenn Ihr Gerät über eine Kamera verfügt.

Muss ich die Remote-ID jedes Mal neu einstellen?

Nein. Sie geben Ihre Betreibernummer einmalig über die Einstellungen Ihrer Drohne ein. Danach wird sie bei jedem Flug automatisch gesendet.

Alle Informationen zu Drohnenvorschriften und Zertifizierungen

Neben der Remote-ID und der Betreibernummer ist oft auch der EU-Drohnenführerschein vorgeschrieben, wenn Sie mit einer Drohne in der EU fliegen. Bei Drone Class erhalten Sie Informationen zu den Drohnenvorschriften sowie zur Ausbildung und Prüfung für den EU-Drohnenführerschein.

Sem van Geffen

Miteigentümer Drone Class B.V.

Über den Autor

Sem ist ein erfahrener Trainer/Entwickler, dessen Hauptinteresse Drohnen sind. Er besitzt das EASA STS Theorie-Zertifikat. Sein Spezialgebiet ist das EU-Luftfahrtrecht und er fliegt gerne die DJI Mavic 3 Enterprise.

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